WADA verweist IAAF: erneute Prüfung der Helsinki 2005 Proben war nicht zulässig

DopingZahlreiche Doping-Vergehen wurden in letzter Zeit aufgedeckt, doch manche davon könnten ungestraft bleiben: den Vorschriften zu folge ist eine erneute Testung der Proben von Helsinki im Jahre 2005 nicht gestattet, da schon zu viel Zeit vergangen ist.

Dies wurde durch eine E-mail der WADA an die Presseagentur Associated Press bekannt. Es scheint, als hätte IAAF die Änderung der Regeln seit April 2005, die sich auf die erneute Testung der Proben aller Weltmeisterschaften zwischen 2005 und 2007 bezogen, falsch interpretiert. Von diesen Neu-Testungen gingen 28 positive Tests hervor.
WADA’s Änderung der Regeln bezieht sich auf das Zeitlimit, welches festlegt, wann erneut Tests durchgeführt werden dürfen – diese wurden von 8 auf 10 Jahre maximiert.

Jedoch war IAAF anscheinend nicht klar, dass das maximale Limit für eine Neu-Testung der Weltmeisterschaften in Helsinki bereits abgelaufen war und das „wenn die Limitierung von 8 Jahren vor dem 1. Jänner 2005 erloschen ist, die Meisterschaften nicht mehr in die neue Regelung von 10 Jahren Limit fallen.“, wie AP Ben Nichols, WADA-Pressesprecher meinte.

Somit könnten ein paar Medaillen-Gewinner von Helsinki trotz Doping-Missbrauchs ungestraft davon kommen. Zwei dieser Athleten ziehen sicher einen Vorteil daraus: die Russinnen Tatyana Lysenko und Tatyana Andrianova, die beide vorübergehend nach der Neu-Testung vom IAAF gebannt wurden.

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